Eulenschränkchen

08:00

Sooo,
endlich sind wieder wieder zu Hause angekommen. Nach über zwei Wochen Urlaub bei allen vier Großeltern ist es wieder richtig schön, zu Hause zu sein.Aber beklagen kann ich mich nicht! Sowohl Weihnachten als auch Silvester waren richtig schön, die Zeit drumrum auch und sowieso alles :)

Einen detaillierten Rückblick erspare ich Euch, hier nur ein paar "Highlights":

- Ich war im neuen Star Wars Film!
- Das Christkind hat mir großartige Dinge gebracht, viel davon zum Nähen.
- Pieps kann jetzt schon 7 Schritte ganz alleine laufen.
- Ich war zum ersten Mal bei Stoff und Stil und bin schockverliebt.
- Ich habe innerhalb von 2,5 Stunden mein Hochzeitskleid gefunden und gekauft, sogar noch 2015, weshalb quasi mein Vorsatz noch 100% intakt ist ;)
- Ich durfte sogar im Urlaub nähen, mehr dazu bald.
- Mein Mamaherz ist völlig verweichlicht, so habe ich an Silvester geheult als ich Pieps ins Bett bringen musste, weil, jetzt kommts, ich sie ja erst im nächsten Jahr wiedersehe...ja...

Auf dem Rückweg haben wir bei meiner lieben Schwester pausiert, und da ist mir etwas ins Auge gefallen, was ich Euch unbedingt zeigen möchte.


Das war vor drei Jahren mein Weihnachtsgeschenk für zwei meiner Nichten. Ein selbst verziertes Ikea-Schränkchen. Und vor allem meine erste und bisher einzige Furnier-Intarsie.

Ich versuche jetzt mal, zu erklären, wie genau das funktioniert hat. Also zuerst musste ich selbstverständlich ein Bild entwerfen, welches genau auf die Größe des Schränkchens passte. Dabei habe ich aufgepasst, dass die späteren Löcher nicht genau auf einem Eulen-Auge oder anderen wichtigen Elementen lagen.

Anhand des Bildes habe ich dann Schablonen aus den einzelnen Elementen zugeschnitten. Die Formen der Schablonen habe ich immer zweimal ausschneiden müssen- einmal aus dem dunklen Furnier heraus, so dass dort eine Lücke entstand, und einmal aus einem anderen Furnier. Das Teil aus dem zweiten Furnier hat somit wie ein Puzzleteil  gepasst.




Jedes "Puzzleteil habe ich auf der Rückseite mit Klebeband auf dem dunklen Furnier befestigt, vorsichtig Leim in die Zwischenräume gedrückt und auch auf die Vorderseite Klebeband geklebt.
Das war eine wahnsinnige Fummelarbeit und sehr Zeitintensiv.

Erklärt und gezeigt hat mir das alles Ole und er hat den nächsten Schritt auch komplett übernommen. Nun musste ja das fertige Bild auf das Schränkchen.





Dazu haben wir die Schubladen herausgenommen, den Rahmen und die Innenleisten mit Leim bestrichen, das Bild aufgelegt und mit Hilfe von Brettern und Schraubzwingen gut fixiert und trocknen lassen. Im Idealfall hat man für so etwas eine Furnierpresse (hatten wir nicht), denn Druck ist hier sehr wichtig, damit das Furnier sich nicht später wieder löst.


Dann haben wir die Schubladenteile aus dem Rahmen geschnitten und einzeln aufgeklebt, natürlich wieder mit Leim und Schraubzwingen. Das Ganze wurde dann von mir geschliffen (was blöderweise auch wirklich lange gedauert hat) und von Ole lackiert. Und fertig!

Damals waren meine Nichten noch ziemlich klein, weshalb ich garnicht sagen kann, ob sie sich da schon gefreut haben. Aber das Schränkchen steht noch immer im Kinderzimmer und wurde offenbar sehr gut behandelt.

Ich habe mich jedenfalls unheimlich gefreut, es dort wieder entdeckt zu haben und ich muss sagen: Ich bin immernoch richtig stolz!

Für genauere Infos über Furnier-Intarsien, das befestigen und den Lack schaut ihr am Besten wieder beim Werkstattspicker, der Seite von Ole, vorbei :)

F2

Achja, auch im neuen Jahr bin ich natürlich beim Weekend Wonderland dabei! Falls jemand eine Linkparty zum Thema Holz, Furnier oder Intarsien kennt, sagt mir bitte Bescheid, da würd ich mich nämlich auch gerne vorstellen und vor allem umschauen!

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Perfekt genug