Samstag, 16. Juli 2016

Bleibt alles anders


Irgendwie, ohne dass ich genau gemerkt habe, wann, hat sich mein Blogger-Dasein komplett geändert. Aber hallo erstmal!

Als F1 und ich fuchsgestreift gestartet haben, ging die Meiste Arbeit, der Schweiß und die Mühe ins Nähen an sich. Dann wurden schnell ein paar Fotos geschossen (das Kind lag ja immer brav herum) und kurz dazugeschrieben, was sie denn da anhat- tadaa, fertig war der Post!

Tja und jetzt? Jetzt plane ich meist erstmal Tage vorher, was ich denn eigentlich nähe. Es soll schließlich schön, praktisch, individuell und gut kombinierbar sein. Meistens springt mich irgendeine Idee oder ein Stoff an und dann wird getüftelt. Das Nähen selbst würde eigentlich jetzt viel schneller gehen als damals (schon alleine dank der Overlock), aber ich bin viel pingeliger geworden.

Streifen!! Oh Streifen! Es hätte mich damals nicht einen Pups interessiert, ob die Dinger genau aufeinander treffen. Heute ärgert es mich schon sehr, wenns schief wird...










Ein praktisches Bindeband sorgt dafür, dass der Romper lange passt, da die
Weite reguliert werden kann. Das Band wird durch simple Schnitte im Stoff
eingefädelt- absolut anfängertauglich!
Ist das Teil dann fertig bin ich glücklich aber weiß auch: Der schwerste Teil kommst jetzt erst. Nämlich die Fotos! Pieps möchte nämlich immer entweder in die Kamera gucken (also auf meinen Display), das Objektiv betatschen, oder weglaufen. Das mit dem davonflitzen beschert mir zwar regelmäßig Lieblingsbilder, aber da wir die Fotos fast immer auf dem Neckarradweg machen (eigener Garten ist leider nicht drin) muss ich aufpassen wie ein Fuchs, denn dort wimmelt es tatsächlich vor schnellen Radfahrern und leider auch dem einen oder anderen Auto.

Ich liebe die einfach umgeschlagenen Ärmelchen.

Noch witziger wird es, wenn ich etwas für mich genäht habe. Denn dann muss Ole fotografieren und wir müssen gleichzeitig aufs flitzende Kind aufpassen. Zudem haben wir eine sehr unterschiedliche Auffassung vom Fotografieren. Dennoch bin ich ihm sehr dankbar, dass er immer wieder die Mühe auf sich nimmt!

Das Schreiben des Beitrags mag ich sehr, denn, wie ihr ja bestimmt schon wisst, ich plapper einfach gerne und der Post wird von ganz allein immer länger und länger. Aber, anders als früher, geht das Schreiben nur noch abends, denn tagsüber will meine Kleine immer helfen. Oder ihren Trinkbecher auf die Tasten schmeißen. Oder sich selbst auf die Tasten schmeißen.
Auf der anderen Seite der Tasche passen die Muster perfekt aufeinander,
aber ihr sollt ja die ganze Wahrheit sehen.
Neulich habe ich schnell etwas aus der Küche geholt, kam wieder und fand Piepsilotta auf dem zugeklappten Laptop sitzend vor, mich mit großen Augen erwartungsvoll anschauend. Das war deutlich! Also blogge ich nun abends...
Aber ich bin glücklich! Ja, etwas mehr Zeit wäre schön, aber es geht auch so und ich freue mich über jede Minute, die ich mit meiner Maus verbringen kann. Auch meine nun zeitintensivere Art zu Nähen mag ich und die Fotos gefallen mir viel besser, als zu Beginn. 

Mein Fazit: Es dauert jetzt alles länger, ist anstrengender und komplexer geworden-
aber ich bin verdammt stolz darauf!

Auf den Fotos seht ihr übrigens Pieps in ihrem Kimono-Sleeve-Romper von Brindille&Twig. Die liebe Daria von Monkeys & Pumpkins hat mir die Schnitte von B&T ans Herz gelegt und ich kann diese Empfehlung nur an jeden weiterreichen, der kein Problem mit englischsprachigen Anleitungen hat (wobei die Schnitte und Bilder oft selbsterklärend sind!). Der Romper sitzt schön luftig und passt sicher noch ein paar Monate! Stoff und Bündchen sind aus dem Stoffidee-Laden in Stuttgart. 

An der Innenbeinnaht befindet sich eine
Druckknopfleiste- was habe ich den Romper
deswegen auf unserer langen Zufahrt
geliebt. Wickeln ging so schön
schnell!

Habt ein schönes Wochenende!
F2



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