Wenn das Projekt "Selbernähen" fast schief geht

Ihr seid alle so lieb! Nicht nur dass ihr fleißig lest und kommentiert was wir hier so schreiben, nein, ihr bleibt uns auch erhalten wenn wir mal lange NICHTS zustande bringen! Vielen Dank dafür!


Der Grund wieso es hier so ruhig war, ist ja bekanntermaßen meine Hochzeit. An der Variante "Standesamt" lasse ich Euch heute mal teilhaben, oder vielmehr an meinem Outfit.


Ich will ja das Jahr 2016 so ganz ohne shoppen überstehen, weshalb ich mir natürlich auch mein Standesamt Kleid selbst genäht habe. Wenig "neu", aber dafür schon vielfach getestet ist die Spitzen-Ella von Pattydoo. Fand ich hübsch, sah leicht aus- super. Der Plan stand.

Und dann hab ich vergessen, dass planen allein nicht reicht, sondern ich ja auch noch nähen muss. Nichtmal eine Woche vor der Hochzeit kam ich endlich dazu und mit der Anleitung ging es auch ganz easy. Gut, bis auf dass ich irgendwie vergessen hatte die Ärmel anzunähen, bevor ich die Seitennaht schließe (ist ja auch was ganz neues...) und sie deshalb nachträglich einfummeln musste. Aber ging!

Und dann kam das böse erwachen- sie stand mir nicht. Ich fand mich ganz, ganz schlimm darin. Aber das Material war teuer, ich hatte keine Zeit zum neu-nähen und nach wie vor gefiel mir der Stoff so gut dass ich einfach beschloss, dass mir das egal ist. Denn meine Güte, meine "große Kleidershow" hatte ich eh eine Woche später ganz in weiß, zum Standesamt sollten nur 8 Leute kommen. Also, wen störts?!
Noch dazu kam folgendes: Ich mag an meinem Körper den Übergang von Taille zu Hüfte so überhaupt nicht. Irgendwie fehlt bei mir der sanfte, weibliche Bogen. Und das Kleid betont exakt diese Stelle. Deshalb fand ich mich darin also kastig und doof. Aber wie mir schnell klar wurde, sehen Andere das garnicht. Denn, anders als ich, schauen sie nicht bei jedem Kleidungsstück ob es denn nun genau DA kaschiert, sondern betrachten das große Ganze. Deshalb sagten mir alle, denen ich das Kleid gezeigt habe, dass ich NICHT aussehe wie eine Tonne. Und ich hab´einfach beschlossen, ihnen zur Abwechslung mal zu glauben.


Ja, und am entscheidenen Tag, wer hätts gedacht, mochte ich meine Ella plötzlich. Andere Unterwäsche, hohe Schuhe und schon ein kleiner Vorgeschmack der rosa Wolke, die uns eine Woche später völlig eingelullt hat, wirkten Wunder. Und selbst auf den Fotos finde ich sie direkt toll. Schöner sogar, als in Wirklichkeit.

Ja und die Hochzeit? War romantischer als gedacht. Geplant war: Hin - unterschreiben - weg. Aber dafür war der liebe Standesbeamte zu motiviert, so dass wir tatsächlich irgendwann begriffen, dass wir tatsächlich heiraten. So richtig!

Naja, das mit dem kitschig-romantischen haben wir trotzdem nicht drauf...
Nochmal alles wichtige auf einen Blick:
Schnitt: Ella von Pattydoo nach dem Tutorial zur Festtags-Ella
Stoffe vom Fingerhut Benningen

Ich war übrigens nicht die Einzige in Spitze! Meine liebe Trauzeugin F1 sah nämlich ganz bezaubernd aus:


Habt einen wunderschönen Tag,
F2

Verlinkt beim RUMS



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8 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit und zu diesem tollen Kleid - ich finde, du hast SPITZEnmässig darin ausgesehen :-D

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  2. Ich schließe mich an. Das Kleid steht die ausgezeichnet.
    Alles Gute! Tina

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  3. Auch mir gefällt das Kleid...und warum weil wir nicht kritisch an dir runtersehen sondern nur Augen für das Kleid haben und den Schnitt und überhaupt. :)

    Spitze...da werde ich zum Angsthasen. :) Sooo jetzt ist es amtlich, ich brauche auch eine Ella!

    Liebe Grüße die Nähbegeisterte :)

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    1. Also der Schnitt geht echt super easy, auch die Spitzenversion. Solange man dran denkt, elastische zu kaufen ;)
      Vielen Dank für den lieben Kommentar!

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  4. Ein spitzenmässiges Spitzenkleid ist das geworden.
    Lg Iris

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