Dienstag, 21. März 2017

Music was my first love...

Ihr habt ja nun alle gemerkt, dass ich momentan nicht so richtig zum Nähen komme. So langweilige Dinge wie Geld verdienen und schlafen kommen mir immer in die Quere und dann ist da ja ganz nebenbei noch ein zauberhaftes Kind, welches Aufmerksamkeit einfordert. Sehr dezent natürlich: "Mama, Mama, Mama, MAMAAAAAAA!!" "Ja, Pieps?" "Hallo Mama!"

Um Euch hier aber nicht so ganz auf dem Trockenen sitzen zu lassen, kann ich Euch ja mal in den Rest meines Lebens hineinspicken lassen. Naheliegend wäre ein "25 Fakten über mich" Post, aber ich bin mir einfach noch nciht sicher, was an mir wissenswert und für Euch interessant sein könnte. Falls ihr also etwas habt, dass ihr schon immer mal wissen wolltet: Schreibt mir einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag!

Stattdessen schwärme ich Euch heute mal von meinem neuesten Hobby vor:

Dem Ukulelespielen

Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich mir schon eine Ukulele gewünscht habe. Ich glaube, das erste Mal gesehen habe ich sie damals, als Stefan Raab noch wirklich witzige Sachen gemacht hat, wie die Raabigramme. Er hatte nämlich immer eine Ukulele dabei und das fand ich witzig.
Nicht mehr witzig, sondern richtig toll fand ich Jahre später Kate Micucci! In Scrubs hatte sie eine Mini-Rolle, in welcher sie eigentlich fast nie sprach, sondern immer sang- mit einer Ukulele in der Hand. Das war das erste Mal, das ich dachte: 
"Das willst Du auch!"

Viele Jahre vergingen und immer mal wieder gab es Zeiten, in denen Ukulelen plötzlich überall zu sehen waren. Zum Beispiel als die "Somewhere over the rainbow" Version von Israel Kamakawiwo'ole bekannt wurde. Aber ich habe mir immernoch keine gekauft, denn in der Zwischenzeit bekam ich eine Gitarre geschenkt (man dachte wohl, das gehört zum Standartpaket "Erzieherin" dazu), die ich auch sehr gerne hatte. 

Nur leider, leider war ich schlicht zu blöd, um sie zu spielen. D, G, E, A und Em gingen gerade noch so. Garnicht ging hingegen das F- und das braucht man ständig. Meine Finger waren zu kurz und ungelenk für Barre und ich zu arm für eine operative Fingerverlängerung. Drei unabhängige Gitarrenlehrer scheiterten beim Versuch, mir den Griff beizubringen, so dass mein armer Alan a Dale (meine Gitarre) ihren von da an festen Wohnsitz hinter der Tür bezog.


Nun singe ich aber sehr, sehr gerne. Nicht gut! Aber gerne. Und ich wollte unbedingt ein Begleitinstrument lernen, welches man auch ohne große Probleme mit auf Wanderschaft nehmen kann. Also war die Ukulelenidee zurück in meinem Kopf. Und wuchs!


Bei nahezu jedem guten Lied im Radio fragte ich mich, wie das wohl auf der Ukulele klingen würde, ich schaute mir erneut YouTube Videos meines Vorbildes Kate an, und setzte schließlich das Christkind im letzten Jahr auf diesen Wunsch an. Und gemeinsam mit Ole hat es ihn mir erfüllt! Ich war im Himmel. Und dank Grace VanderWaal ist die Ukulele gerade wieder sehr hip, weshalb es an Tutorials etc. nicht mangelt.

Dafür an etwas Anderem. Ihr könnt es Euch denken: Zeit!
Solange meine Piepsmaus nämlich wach ist stecken ihre kleinen Grapschfinger ständig zwischen den saiten und meine Versuche, das Ding auch nur zu stimmen, scheitern am permanenten Mama Mama Mama Mama Maaaaama!

Und so vernachlässigte ich mein wunderbares Traumgeschenk tatsächlich drei Monate lang komplett. Aber jetzt endlich hat es mich gepackt und wenn das Kind schläft bleibt die Nähmaschine aus und ich hole mein Instrumentchen heraus. Und Juchuuuu, das F lässt sich super easy greifen. Das G ist genau wie das D auf der Gitarre und auch die viel benutzten A und C sind "easy as pie". So lieb ich das. Und ja, JA, jetzt kann ich auch Barre!

Etwas kompliziert hat sich zuerst das Üben gestaltet, denn ich brauche Motivation, weshalb schlichtes Akkord trainieren nicht funktioniert. Das Ist aber kein Problem, schließlich giebt es viele ganz leichte Lieder. Und so verbrachte ich Stunden damit mir Grifftabellen und Lieder im sekündlichen Wechsel anzuschauen, und zwischendurch zu kontrollieren, ob meine Finger auch taten, was sie sollten. Texte merken klappt zum Glück von ganz allein. Und mitlerweile hat sich das Grifftabellen studieren erledigt, denn ich habe den für mich perfekten Ukulele Lehrer gefunden- bei YouTube. 


Ich kann den Kanal vom Ukulele Teacher wirklich jedem, der dieses Instrument lernen möchte, von ganzem Herzen empfehlen. Er, wie auch immer er heißen mag, hat eine tolle Art, Dinge zu erklären und mitlerweile kann ich Riptide von Vance Joy richtig gut spielen. Dazu zu singen ist zwar noch recht holprig, aber mit jedem Üben wirds ein bisschen besser und ich hab so einen Spaß dabei, dass ich die Meisten der Grundakkorde jetzt blind greifen kann. Und ich hatte recht: 
Die Ukulele ist absolut, 100% und mit bombenfester Sicherheit MEIN Instrument!

Ein kleiner Tipp noch von mir für Alle, die auch gerne (und vielleicht noch nicht lange) Ukulele oder Gitarre spielen: Ich bin riesengroßer Fan der "Das Ding" Kultliederbücher. 1-3 habe ich schon, Nr.4 und die Weihnachtsversion sind gerade auf dem Weg zu mir und ich freue mich schon wie verrückt darauf. Denn für mich enthalten die Bücher genau die richtige Mischung aus alten, neueren und Neuen Liedern- das perfekte "Lagerfeuer Nachschlagewerk". 

Ach und wer sich nun auch unbedingt eine Ukulele kaufen will (ob wegen mir, Kate Micucci oder Grace VanderWall sei mal dahingestellt)- das hier ist meine. Nun habe ich natürlich keine Vergleiche, aber wie gesagt, ich liebe sie. Und was ich so bisher recherchiert habe, scheint sie ein sehr beliebtes Modell zu sein, vor allem für Anfänger, da sie preislich erschwinglich ist, aber trotzdem einen tollen Klang und eine stabile Verarbeitung hat.  

So. Ich hoffe, ihr hattet Spaß daran, mal etwas über eine Andere Liebe von mir als das Nähen zu erfahren. Ich geh jetzt "Out of the woods" von der guten Taylor üben.

F2






Donnerstag, 9. März 2017

Retro-Liv

Ich finde es ja richtig doof, einen Schnitt mehr als einmal zu nähen.
Würde ich niemals tun.
Glaubt ihr mir nicht?
Ihr Schlaufüchse, Ihr...

Ja gut, ihr habt mich durchschaut, ihr bin ein Gewohnheitstier, ein Widerholungstäter und ein Never-change-a-winning-team-Vertreter. Aber die Liv ist einfach mein Schnittmusterwunder, welches ich umwandeln kann, wie auch immer ich mag :) Dieses mal mit einem tollen Retro-Stoff in traumhaftem jeansblau!


Ihr wisst ja, dass ich mittlerweile an mir selbst fast ausschließlich schlichte Stoffe mit wenig bis garkeinem Muster mag- aber Retrodrucke bilden wohl für immer und ewig die große Ausnahme. Die dürfen sogar knallebunt sein und vor mir aus auch orange. Und dieser Stoff ist einfach die perfekte Mischung aus Kultmuster und dezenter Farbe.


Ich glaube, viel muss ich Euch gar nicht mehr sagen. Den Stoff habe ich an einem Messestand ohne Onlineshop gekauft, es gibt ihn aber auch hier. 
Der Schnitt ist die Liv von pattydoo, ohne Bündchen und mit U-Boot-Ausschnitt. 
Und nun: Noch ein paar Fotos!




Habt einen tollen Donnerstag und schaut beim RUMS vorbei, da wimmelt es bestimmt wieder vor lauter Ideen und tollen Fotos!

Achja, meine Label mache ich selbst aus SnapPap, Stoffstempelfarbe und einem Stempel von Stempelpool.

F2



Dienstag, 7. März 2017

Die Hasen-Bären-Mäuse-Lampe

Endlich (endlich!!!) werden die Tage wieder sonniger und länger, worüber ich mich wirklich sehr freue!!

Im Spielzimmer finde ich es dennoch auch jetzt immer noch gemütlich (vor allem abends), wenn das Licht nicht nur von der Deckenlampe kommt, sondern wenn man noch eine kleine Tischlampe brennen hat. Ich wollte schon lange meine alte Lampe upcyclen, war mir aber mit dem WIE lange nicht ganz sicher. Aber dann ging mir ein Licht auf (sorry, dieser Witz musste einfach sein):

Auftritt Hasen-Bären-Mäuse-Lampe!


Vorher war die Lampe nicht schlecht, allerdings war der Fuß schon etwas verkratzt und ich fand, dass ein weißer Fuß besser zur neuen Lampe passen würde. 

Daher habe ich ihn mit ungefähr 100 Schichten weißem Sprühlack bearbeitet. Es scheint so, dass ich beim Sprühen nicht wirklich viel Talent an den Tag lege; immer wieder gab es Farbnasen oder die Lampe fiel beim Trocknen um und klebte an der Zeitung, die ich als Unterlage benutzt habe... So ging es munter weiter, bis ich endlich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Das Gesicht habe ich dann aus Filzresten ausgeschnitten und mit Bastelkleber aufgeklebt.


Und auch im angeknipsten Zustand leuchtet die Lampe trotz Beklebung immer noch schön hell!


Aber jetzt die große Frage: Ist es ein Bär, eine Maus oder ein Hase? Wir sind uns zu Hause selber nicht ganz einig: was meint Ihr?

Eure F1


Donnerstag, 2. März 2017

Clementinchen

Na, fragt Ihr Euch, ob ich gar nicht mehr nähe? Keinen einzigen der groß angekündigten Sew-Along-Posts durftet ihr im Februar lesen und auch sonst gibt´s grad echt wenig Klamotten. Woran liegt´s?
Naja zum einen daran, dass ich den Februar Block vom Quilt-Along zwar fertig habe, aber mir noch das nette Papperlapapp drumherum fehlt, was ja nunmal einen großen Teil eines Blogposts ausmacht. Und bei der Kleidung ist der Grund noch einfacher- ich hab´einfach genug. Pieps auch. Und nur nähen, damit der Kleiderschrank voller wird- das mach´ich nicht.
Zumal ich ja auch genügend fertige Teilchen habe, die ich Euch bisher einfach vorenthalten habe weil cih nie zum Fotos machen kam (oder es vergessen habe). Aber das muss ein Ende haben, denn tatsächlich sind grade diese Shirts diejenigen, die ich momentan ständig trage. Eines davon gibt es also heute:



Meine Clementinchen-Missy

Ja, eine Missy! Nach meiner ersten, damals, war ich vom Schnitt so gar nicht begeistert. Die Teilung war das Einzige, was mir wirklich gut gefiel. 

Dann kam aber Daria von Monkeys & Pumpkins  mit den "Clementines" um die Ecke und ich dachte mir sofort, dass dies einfach der perfekte Missy-Stoff ist. Für mich! Orange! Ja ich kann es selbst noch nicht ganz glauben (finde ich doch orange egentlich so richtig schlimm) aber ich musste den Jersey einfach haben. Dann überlegte ich, ob ich mir einfach die Teilung der Missy auf einen anderen Schnitt übertragen soll, entschied mich dann aber, ihr doch noch eine Chance zu geben- bloß nicht in der legeren Version.
Das Zuschneiden und Nähen an sich war kein Problem, geändert habe ich nur, dass ich keine Bündchen wollte, sondern sowohl Arme als auch Körperteil gesäumt habe. In den Kragen kam noch ein dünnes Vlies, da der Jersey an sich nicht genug Stand gehabt hätte, vor allem, da der schwarze sehr dünn ist (den hatte ich noch zuhause- keine Ahnung wo der herkam. ich glaube buttinette...)

So und wie ist nun mein Fazit? Von der Stoffauswahl bin ich selbst total begeistert. Ich liebe das große Clementinenmuster und finde dass das schlichte schwarz den tollen Stoff so richtig wirken lässt. Und der Schnitt? Längst nicht so schlimm, wie beim ersten Mal. Ich denke, das hauptproblem waren die legere Version und die Tatsache, dass ich mich an die Vorgaben zur Schnittanpassung der Designerin gehalten habe, die aber einfach bei meiner Oberweite überflüssig gewesen wären. Es kommt eben nicht auf die Größe, sondern eher auf die Position an. Wirklich nerven tut mich jetzt nurnoch die Armpartie. Ich bin sowieso skeptisch, wenn man Ärmel im Bruch zuschneiden soll, da ein Ärmel nunmal vorne anders sitzen muss als hinten. Bei manchen Schnitten macht das dann nicht viel aus- bei der Missy aber schon. Denn nun schlägt der Stoff vorne immer leichte Falten. Etwas ärgerlich- aber leben kann ich damit und dank der tollen Stoffe liebe ich mein Shirt trozdem von ganzem Herzen. 
Ein letztes Mal habe ich übrigens dann die Missy noch als Schlafanzug genäht um ein paar Sachen auszuprobieren, aber ich denke, das wars nun, denn ich habe einfach Schnitte, die deutlich besser sitzen. Da bastel ich mir die Teilung lieber an diese heran.




Wer jetzt den Citrusfruchtstoff auch lieben gelernt hat, für den habe ich eine tolle Nachricht, es gibt ihn nämlich momentan für nur 15€/m . Und wer die Qualität der M&P Stoffe kennt, der weiß, dass dies ein super Angebot ist! Also zum Stoffkauf hier entlang.




Mit diesem Shirt mache ich direkt mit bei der tollen Monkeys&Pumpkins Challenge von "miss and misseses"- die ruft ja förmlich meinen Namen! Schaut unbedingt bei den Mädels vorbei!!


Und nun mache ich mich nun auf den Weg zum RUMS und wünsche Euch allen einen tollen Donnerstag!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Kinderküche im Landhausstil

Ihr erinnert Euch bestimmt noch an meine Posts vor Weihnachten, in denen ich Euch erzählt habe, was Pieps denn so alles vom Christkind bekommt. Es waren eigentlich nur Klamotten und ein selbstgenähter Rucksack- denn das große Geschenk, das sollte ja eine Kinderküche sein. Die war sogar als Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk zusammen geplant!

Tja. Geplant! Bekommen hat das arme Kind sie nicht. Wir hatten ja vor, sie ihr zu schenken, sobald wir aus dem Weihnachtsurlaub zurück daheim ankamen, denn mit in den Norden schleppen wollten wir das sperrige Ding nicht. Aber als wir dann nach hause kamen hat sich usnere Maus so sehr gefreut, einfach ihre alten Spielsachen wiederzuhaben, dass es schlichtweg Quatsch gewesen wäre, diese aus dem Wohnzimmer zu räumen um Platz für die Küche zu machen.

Aber jetzt! Jetzt war es endlich an der Zeit! Und hier ist sie nun, die Mini-Landhaus-Küche:


Bis sie so aussah war es allerdings ein weiter weg. Gekauft haben wir sie damals bei Lidl. Auch die Ikea Küche war natürlich im Gespräch, aber wir fanden die Knöpfe zum Drehen so toll und da Pieps die IKEA Küche schon in der Krabbelgruppe hat, entschieden wir uns für dieses Modell. Und ich sage es direkt vorweg, hätte ich nicht so einen handwerklich begabten Mann, wäre ich jetzt wahrscheinlich enttäuscht, denn leider war das Grundgerüst alles andere als stabil.

Also begann das Werkeln...

Zuerst hat Ole (mein Mann) die Arbeitsplatte ausgetauscht, indem er die eigentliche, viel zu dünne Platte, als Schablone nahm und eine deutlich dickere zuschnitt.

Zum Glück haben wir dank seiner Werkstattliebe immer viiiiiiel Holz zu Hause, so dass wir eine farbliche fast identische Arbeitsplatte nachbauen konnten. Nachdem er diese dann geschliffen hatte, schliff er auch alle anderen Teile- denn das hatte man bei der Produktion der Kinderküche wohl für nicht wichtig gehalten.



Dann kam einer meiner Wünsche. Denn die an sich wirklich tollen Knöpfe (sie klicken sogar beim Drehen) waren in einem ganz hässlichen rot. Igitt. Zum einen einfach nicht schön und zum anderen so garnicht landhausig- und diesen Stil hatte ich für die Küche angestrebt. Also hat Ole sie mit Sprühlack bearbeitet und jetzt sehen sie aus wie kleine Autoscooter. Das schreit zwar auch nicht gerade "Bauernhausidylle", aber es ist ziemlich cool!
Ich war währenddessen auch nicht ganz untätig und habe ich Rückwand der Mikrowelle (bzw. des Schränkchens, das darf Pieps entscheiden) grau, und die andere Rückwand blau gestrichen. Einfach damit es ein bisschen harmonischer wird.


Die Einlegeböden für den Ofen und das Schränkchen daneben waren nicht zu gebrauchen, da sie zum einen sehr dünn und zum anderen nicht breit genug waren. Sie wären ständig runtergefallen- also hat Ole neue Böden aus Sperrholz zugeschnitten und ich habe den Boden der nun als Backblech fungiert sowie auch die Backofen Rückwand grau gestrichen.


Und dann kam meine Haupt-Aufgabe: Die Rückwand. Diese war in der Originalküche nicht enthalten aber für uns ein muss, da sie eine tolle Stabilität gibt, verhindert dass unserer Kleinen ständig alle Sachen hinter die Küche purzeln und natürlich auch da sie einfach toll aussieht wenn man sie etwas "aufpimpt". Ole hat also die Platte zugeschnitten und ich habe sie verziert. Zuerst wurde die ganze Platte mit dem nun schon viel genutzen grau eingestrichen. Dann durfte sie trocknen. Nun habe ich mit sehr dünnem Klebeband die "Fugen" abgeklebt (hierbei war mir mein Schneiderlineal eine riesen Hilfe!) und alles mit drei Lagen weißer Farbe gestrichen. Die zwischendurch natürlich ach immer trocknen mussten. Nun konnte ich das Klebeband entfernen und- hurra, ich hatte Fliesen. Also sozusagen. Diese habe ich dann noch mit einem kleinen blauen Muster bemalt, damit das ganze wirklich ein wenig nach Bauernhausfliesen aussieht. Ich bin total zufrieden, vor allem, da bei einigen Fliesen die Eckchen nach dem Trocknen abgebrochen sind und so wirklich autentisch wirken.

Zusammengebaut mussten wir die Kühe dann noch ölen, denn so hell gefiel uns das Holz garnicht. Über die Zeit wird die Küche nun noch etwas nachdunkeln. Achja, beim Zusammenbauen haben wir alle Teile nicht nur wie in der Anleitung beschrieben, zusammengeschraubt, sondern auch verleimt- die Stabilität mal wieder. Aber jetzt sind wir super glücklich mit dem Ergebnis und auch ziemlich stolz.


Achja, das Wichtigste: Pieps liebt ihre Küche!!!! Jeden tag gibt es nun bei uns Pizza und Nudelfisch (Nudeln mit Fisch- ihr Lieblingsessen).


Eine ganz liebe Freundin meiner Schwester hat Pieps tolle Nudeln aus Filz gemacht (Bandnudeln und Farfalle) und von anderen Freunden gab es gehäkeltes Obst, Gemüse und ein Spiegelei. Wir hatten uns schon mit Holz-Klett-Lebensmitteln eingedeckt, sowie Toaster, Küchenmaschine und Kaffepadautomat. Die Cupcakes von Ikea hatte ich schon vor Jahren für ein irgendwann-bestimmt-geboren-werdendes-Kind gekauft und auch Geschirr ist da- Pieps ist also super versorgt. Aber natürlich zappeln meine Selbermacher-Finger. Deshalb habe ich ihr noch eine Schürze genäht und auch mit Ofenhandschuhen begonnen. Irgendwann folgen bestimmt noch Donuts, denn da habe ich neulich ein tolles Tutorial gesehen. Und für selbstgenähte Teebeutel hat ja F1 schon im letzten Jahr eine Anleitung geschrieben. Ihr könnt Euch also denken, fertig wird das Kochparadies nie. Und meinem Ole hat wohl auch das ganz-selbstbauen gefehlt, weshalb wir uns bald mal wieder auf den Weg zum Toom-Baumarkt machen werden, wo wir übrigens auch die weiße Farbe gekauft haben. 

So, aber jetzt muss ich- Pieps hat mir Kaffee gekocht und der wird sonst kalt. Achja, bei instagram findet ihr einige Fotos des Entstehungsprozesses- schaut gerne vorbei!

F2

P.S. Wer gerne ein Vorher-Bild hätte, hier entlang.

Der Post ist verlinkt bei Kiddikram und Made4Girls

Samstag, 11. Februar 2017

Die Bagger-Prinzessin

Es war einmal eine kleine Prinzessin, die wollte wissen, was denn an Prinzessinnen das Wichtigste sei.



"Prinzessinnen tragen immer eine Krone!", hieß es da. Das fand die kleine Prinzessin toll, denn Kronen mochte sie sehr gerne. Die glitzern so schön und außerdem kann man sie auf den Kopf setzen. Und alles, was man sich auf den Kopf setzten kann, ist toll!


"Prinzessinnen tragen immer Kleider!", sagte man ihr. Hm, sie mochte Kleider sehr, aber immer, immer wollte sie sie dann doch nicht tragen. Aber die Prinzessin war schlau und ließ sich von ihrer Mama einfach ein ganz, ganz kurzes Kleid nähen. Da konnte sie dann eine Jeans drunter tragen, wenn sie wollte. Und das sollte doch wohl reichen!



Zum Schluss sagte jemand zu der kleinen Prinzessin: "Prinzessinnen mögen keine Autos und Piraten und sowieso keine Fahrzeuge und gefährliche Sachen. Das ist was für Jungs! Prinzessinnen müssen immer hübsch aussehen!" 


Da hat die kleine Prinzessin gelacht und gelacht und gelacht und gelacht. Und da beschloss sie, dass sie am Liebsten ihre ganz eigene Art von Prinzesin sein wollte. 
Von da an lebte die kleine Prinzessin glücklich mit all ihren glitzernden Spielsachen und Baggern und Pferden und Autos und Räubern und Puppen zusammen und war die tollste Prinzessin, die man sich nur vorstellen konnte.

Plottdatei: Oberschätzchen
Schnitt: Ottobre 1/14, mit Rollsaum
Stoff: Aus Oma´s Fundus 


Prinzessin: Pieps
Geschichte und Bilder: F2
Verlinkt bei: Kiddikram & Made4Girls
Schönen Tag: Euch allen

Dienstag, 7. Februar 2017

Visitenkarten Etui aus kulörtexx-Papier


Wie das ja echte Blogger so machen *hust*, hatten wir uns für unseren ersten Ausflug auf das Blogger-Treffen der Kreativ-Messe in Stuttgart extra ein paar schicke Visitenkarten angeschafft. Leider hatte ich damals noch nicht das richtige Material (und auch nicht die Zeit, um ehrlich zu sein), um ein passendes Etui zu nähen.

Ich wollte etwas einfaches, nichts mit zwei Stoffschichten, die man verstürzen muss und die Ecken schön ausformen sollte. Wie praktisch, dass wir noch ein paar Bögen des kulörtexx-Papiers* übrig hatten. kulörtexx ist ein handgefärbtes Papier, das reißfest ist und sogar gewaschen werden kann. F2 hat euch ja hier schon von Ihren Erfahrungen mit dem Material berichtet.



Waschbares Papier?


Ich wollte unbedingt  ausprobieren, ob man das Papier, wie in der Beschreibung angegeben, auch wirklich waschen kann. Also rein in die Waschmaschine, das normale Waschprogramm bei 30° Grad mit normalem Buntwaschmittel gewählt und siehe da: es kommt leicht zerknautscht heraus, die Farben sind immer noch kräftig, doch das Papier an sich ist etwas weicher geworden. Ich habe es nicht, wie in der Produktbeschreibung* danach noch geknetet, da es für mein Vorhaben die richtige Knautschigkeit hatte.



Das Etui an sich ist super simpel und ganz schnell genäht: einfach ein ca. 30 cm x 12 cm langes Stück an den beiden Seiten einklappen (je nach Visitenkartengröße) und zusammen nähen.


Ich habe mich gegen einen Druckknopf und für ein simples Gummiband zum Schließen des Etuis entschieden, einfach deshalb, weil es mir so besser gefällt.



Und wie lässt es sich damit nähen?

Es lässt sich eigentlich einfach nähen, nur sieht man bei meinem Etui leider, dass ich etwa in der Mitte der Seiten unschöne Stellen habe. Die kommen wohl daher, dass ich dort nochmal ansetzen musste, da ich vergessen hatte, die Naht ganz rundherum zu nähen.
Ich denke aber, dass sie auf normalem Stoff nicht so auffällig wären.

Außerdem verzeiht es keine aufgetrennten Stiche, davon bleiben leider Löcher zurück (wie ich in der ersten Version meines Etuis leidvoll erfahren musste).

Fazit

Das Papier behält die Farbe und (fast) die Beschaffenheit nach dem Waschen. Es ist strapazierfähig, es lässt sich sehr gut nähen (wenn man ein bisschen ordentlicher näht, als ich es getan habe...) und, wie F2 schon berichtet hat; es ist außerdem sehr gut zum Plotten geeignet!
Wir sind begeistert!

Habt Ihr das Papier schon ausprobiert? Was habt Ihr daraus genäht?

Eure F1


Vielen Dank an die tollen Leute von makerist, die uns das kulörtexx-Papier zur Verfügung gestellt haben! Meinungen sind natürlich zu 100% die unsrigen!

*Affiliate Links*

09 10