Der Bär- der Bär- der Lauch, Lauch, Lauch!

Hallo!

Einige von Euch mussten gerade Zeuge davon werden, wie ich auf Instagram irgendwie... ausgeflippt bin. Das tut mir leid!

Aber ihr müsst mich auch ein wenig verstehen, denn es gibt Bärlauch! Und, zumindest hier im Süden, nicht zu wenig. Wie Unkraut sprießt das grüne Zeug überall und ich liebe es, auf einem Spaziergang mit Pieps das Abendbrot einfach am Wegesrand pflücken zu können. Da das ganze sehr spontan war, müsst ihr Euch allerdings mit Handyfotos begnügen...


Wildkräuter pflücken ist zwar eine tolle Sache, allerdings sollte man sich ein bisschen auskennen, sonst kann das Ganze natürlich auch kolossal schief gehen! 


Deswegen sammle ich selbst zum Beispiel nur Kräuter, bei denen ich mir 100% sicher bin, dass sie essbar sind, z.B. Spitzwegerich, Veilchen, Brennnesseln (alle drei oben auf dem Bild), Scharbockskraut, Gänseblümchen, Löwenzahn und eben Bärlauch. Da ich aber keine Expertin bin und es bei einigen dieser Kräuter einiges zu beachten gibt, bitte ich Euch, KEINE dieser Kräuter nur aufgrund meiner Empfehlung zu pflücken und zu essen. Es gibt tolle Literatur zu dem Thema (Ich selbst habe und liebe z.B. dieses Buch und besonders super finde ich Kräuterführungen. Dort habe ich zum Beispiel gelernt, dass Gänseblümchen in großen Mengen abführend wirken, Scharbockskraut nur vor der Blüte gesammelt werden soll oder Veilchenblüten bei Sonnenschein geerntet werden sollen.

Da ich aber nunmal heute so bärlauchig bin, hier einige Tipps: Es ist wohl den meisten bekannt, dass Bärlauch unheimlich leicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt wird. Herbstzeitlosen wachsen zum Glück zu einer anderen Jahreszeit, aber gerade mit Maiglöckchen wird es knifflig, da sie teilweise sogar am gleichen Platz blühen, wie der Bärlauch- und beinahe zur exakt gleichen Zeit. Ein paar Unterschiede sind, dass bei Maiglöckchen immer zwei Blätter aus einem Stiel wachsen (bei Bärlauch nur eines) und Bärlauch meist buschiger wächst. Auch sehen die Blüten unterschiedlich aus, aber sobald Bärlauch blüht, büßt er einiges von seinem Aroma ein. Deswegen hier der ultimative Unterschied: Der Duft! Bärlauchblätter riechen stark nach Knoblauch- Maiglöckchenblätter duften nach garnichts!
Deswegen sollte man bei der Ernte immer wieder zwischendurch ein Blatt durchtrennen und schnuppern. Am Besten bei jedem neuen Büschel, an dem ihr Euch bedient. Seid nicht zu leichtfertig, Maiglöckchen sind extrem giftig- sogar tödlich!

Auch wenn ihr Euch ganz sicher seid, Bärlauch vor Ech zu haben, rupft bitte nicht blind drauflos. Werden alle Blätter aus einer Wurzel entfernt, stirbt diese ab. Das ist natürlich schlimm für die Pflanze, aber auch blöd für Euch, denn dann wirds nächstes Jahr nix mit wildem Knoblauch. Und lasst doch die Blütenknospen stehen- die Bienen und andere Insekten werden es Euch danken.

Tja, und was macht ihr dann mit all dem Lauch?

Also ich hab heute folgendes gemacht:

Bärlauch-Pesto:

2 Hand voll Bärlauch
1 Hand voll Mandeln
1 Stück Parmesan
Salz
Olivenöl

Die Mandeln in der Pfanne anrösten und gemeinsam mit dem Bärlauch, dem Parmesan und Salz pürieren. Dabei immer mehr Olivenöl dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.



Bärlauch-Mandel-Butter

250g Butter
1-2 handvoll Bärlauch
1/2 Mandeln
Salz
ca 3 EL Olivenöl

Die Mandeln in der Pfanne anrösten  und dann alles gemeinsam pürieren. Das Olivenöl macht, dass ihr die Butter im Kühlschrank lagern könnt und das ganze dennoch halbwegs streichzart bleibt.



Bei beiden Rezepten sind die Mengenangaben allerdings Geschmackssache. Anders als beim Sammeln der Kräuter gilt hier nämlich: Einfach mal machen und ausprobieren ;)
Habt ganz viel Spaß und dann guten Appetit!

F2

P.S. Achja, eine große Handvoll vom Bärlauch ist noch übrig! Die kommt heute ins Abendessen; eine One-Pot-Pasta vom Knusterstübchen. Ich bins ehr gespannt und ehrlich gesagt etwas skeptisch, ob das alles so klappt. Bei Instagram zeige ich Euch auf jeden Fall das Ergebnis- egal ob Top oder Flop!

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