Dienstag, 21. März 2017

Music was my first love...

Ihr habt ja nun alle gemerkt, dass ich momentan nicht so richtig zum Nähen komme. So langweilige Dinge wie Geld verdienen und schlafen kommen mir immer in die Quere und dann ist da ja ganz nebenbei noch ein zauberhaftes Kind, welches Aufmerksamkeit einfordert. Sehr dezent natürlich: "Mama, Mama, Mama, MAMAAAAAAA!!" "Ja, Pieps?" "Hallo Mama!"

Um Euch hier aber nicht so ganz auf dem Trockenen sitzen zu lassen, kann ich Euch ja mal in den Rest meines Lebens hineinspicken lassen. Naheliegend wäre ein "25 Fakten über mich" Post, aber ich bin mir einfach noch nciht sicher, was an mir wissenswert und für Euch interessant sein könnte. Falls ihr also etwas habt, dass ihr schon immer mal wissen wolltet: Schreibt mir einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag!

Stattdessen schwärme ich Euch heute mal von meinem neuesten Hobby vor:


Dem Ukulelespielen

Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich mir schon eine Ukulele gewünscht habe. Ich glaube, das erste Mal gesehen habe ich sie damals, als Stefan Raab noch wirklich witzige Sachen gemacht hat, wie die Raabigramme. Er hatte nämlich immer eine Ukulele dabei und das fand ich witzig.
Nicht mehr witzig, sondern richtig toll fand ich Jahre später Kate Micucci! In Scrubs hatte sie eine Mini-Rolle, in welcher sie eigentlich fast nie sprach, sondern immer sang- mit einer Ukulele in der Hand. Das war das erste Mal, das ich dachte: 
"Das willst Du auch!"

Viele Jahre vergingen und immer mal wieder gab es Zeiten, in denen Ukulelen plötzlich überall zu sehen waren. Zum Beispiel als die "Somewhere over the rainbow" Version von Israel Kamakawiwo'ole bekannt wurde. Aber ich habe mir immernoch keine gekauft, denn in der Zwischenzeit bekam ich eine Gitarre geschenkt (man dachte wohl, das gehört zum Standartpaket "Erzieherin" dazu), die ich auch sehr gerne hatte. 

Nur leider, leider war ich schlicht zu blöd, um sie zu spielen. D, G, E, A und Em gingen gerade noch so. Garnicht ging hingegen das F- und das braucht man ständig. Meine Finger waren zu kurz und ungelenk für Barre und ich zu arm für eine operative Fingerverlängerung. Drei unabhängige Gitarrenlehrer scheiterten beim Versuch, mir den Griff beizubringen, so dass mein armer Alan a Dale (meine Gitarre) ihren von da an festen Wohnsitz hinter der Tür bezog.


Nun singe ich aber sehr, sehr gerne. Nicht gut! Aber gerne. Und ich wollte unbedingt ein Begleitinstrument lernen, welches man auch ohne große Probleme mit auf Wanderschaft nehmen kann. Also war die Ukulelenidee zurück in meinem Kopf. Und wuchs!


Bei nahezu jedem guten Lied im Radio fragte ich mich, wie das wohl auf der Ukulele klingen würde, ich schaute mir erneut YouTube Videos meines Vorbildes Kate an, und setzte schließlich das Christkind im letzten Jahr auf diesen Wunsch an. Und gemeinsam mit Ole hat es ihn mir erfüllt! Ich war im Himmel. Und dank Grace VanderWaal ist die Ukulele gerade wieder sehr hip, weshalb es an Tutorials etc. nicht mangelt.

Dafür an etwas Anderem. Ihr könnt es Euch denken: Zeit!
Solange meine Piepsmaus nämlich wach ist stecken ihre kleinen Grapschfinger ständig zwischen den saiten und meine Versuche, das Ding auch nur zu stimmen, scheitern am permanenten Mama Mama Mama Mama Maaaaama!

Und so vernachlässigte ich mein wunderbares Traumgeschenk tatsächlich drei Monate lang komplett. Aber jetzt endlich hat es mich gepackt und wenn das Kind schläft bleibt die Nähmaschine aus und ich hole mein Instrumentchen heraus. Und Juchuuuu, das F lässt sich super easy greifen. Das G ist genau wie das D auf der Gitarre und auch die viel benutzten A und C sind "easy as pie". So lieb ich das. Und ja, JA, jetzt kann ich auch Barre!

Etwas kompliziert hat sich zuerst das Üben gestaltet, denn ich brauche Motivation, weshalb schlichtes Akkord trainieren nicht funktioniert. Das Ist aber kein Problem, schließlich giebt es viele ganz leichte Lieder. Und so verbrachte ich Stunden damit mir Grifftabellen und Lieder im sekündlichen Wechsel anzuschauen, und zwischendurch zu kontrollieren, ob meine Finger auch taten, was sie sollten. Texte merken klappt zum Glück von ganz allein. Und mitlerweile hat sich das Grifftabellen studieren erledigt, denn ich habe den für mich perfekten Ukulele Lehrer gefunden- bei YouTube. 


Ich kann den Kanal vom Ukulele Teacher wirklich jedem, der dieses Instrument lernen möchte, von ganzem Herzen empfehlen. Er, wie auch immer er heißen mag, hat eine tolle Art, Dinge zu erklären und mitlerweile kann ich Riptide von Vance Joy richtig gut spielen. Dazu zu singen ist zwar noch recht holprig, aber mit jedem Üben wirds ein bisschen besser und ich hab so einen Spaß dabei, dass ich die Meisten der Grundakkorde jetzt blind greifen kann. Und ich hatte recht: 
Die Ukulele ist absolut, 100% und mit bombenfester Sicherheit MEIN Instrument!

Ein kleiner Tipp noch von mir für Alle, die auch gerne (und vielleicht noch nicht lange) Ukulele oder Gitarre spielen: Ich bin riesengroßer Fan der "Das Ding" Kultliederbücher*. 1-3 habe ich schon, Nr.4 und die Weihnachtsversion sind gerade auf dem Weg zu mir und ich freue mich schon wie verrückt darauf. Denn für mich enthalten die Bücher genau die richtige Mischung aus alten, neueren und Neuen Liedern- das perfekte "Lagerfeuer Nachschlagewerk". 

Ach und wer sich nun auch unbedingt eine Ukulele kaufen will (ob wegen mir, Kate Micucci oder Grace VanderWall sei mal dahingestellt)- das hier ist meine*. Nun habe ich natürlich keine Vergleiche, aber wie gesagt, ich liebe sie. Und was ich so bisher recherchiert habe, scheint sie ein sehr beliebtes Modell zu sein, vor allem für Anfänger, da sie preislich erschwinglich ist, aber trotzdem einen tollen Klang und eine stabile Verarbeitung hat.  

So. Ich hoffe, ihr hattet Spaß daran, mal etwas über eine Andere Liebe von mir als das Nähen zu erfahren. Ich geh jetzt "Out of the woods" von der guten Taylor üben.

F2


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1 Kommentar:

  1. Super! Über's Ukulele-Lernen habe ich auch schon oft nachgedacht. Kommt wieder auf meine Liste. ;o)
    Viele Grüße, Tina

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