Bücher, Bücher, Bücher

Ich liebe Bücher!

Als Kind war ich jeden Abend bei meiner Oma, habe gezeichnet, Mandarinen gegessen und, das war das Wichtigste, mir vorlesen lassen. Vom Bergdoktor über Heidi bis Pippi Langstrumpf war alles dabei und ich habe es genossen.

In meiner Zeit vor Pieps habe ich als Erzieherin gearbeitet und war dort unter Anderem für die Bibliothek zuständig. Ein Traum! Und spätestens da habe ich beschlossen, dass ich meinen eigenen Kindern die Welt der Bücher unbedingt zeigen möchte.

Für Euch habe ich heute mal ein paar Beispielbücher gesammelt, die ich, aus den unterschiedlichsten Gründen, sehr schätze. Um rechtlich nicht auf dünnes Eis zu geraten, verzichte ich heute auf die Bilder.

Die ersten Bücher, an die ich mich erinnern kann, waren Michel und die Kinder aus Bullerbü, beides bekanntermaßen von Astrid Lindgren. Ich konnte komplett im der Gegend rund um Lönneberga und Mariannelund verschwinden und Abenteuer erleben, ohne Oma´s gemütliches Sofa zu verlassen.
Leider musste ich aber nun feststellen, dass den meisten Kindern heute der Zugang zu eben diesen Büchern fehlt. Michel geht noch halbwegs, da es in den Büchern hauptsächlich um seine Streiche geht, aber in den Bullerbü-Büchern wird einfach der Alltag der sieben Kinder beschrieben. Dieser unterscheidet sich aber so sehr vom heutigen Leben der Kinder, dass diese sich nicht mehr zu einhundert Prozent auf die Geschichten einlassen können.
Ich hoffe sehr, dass Pieps zu den Kindern "von heute" gehören wird, die sich in Inga, Britta und Co. hineinversetzen können, oder dass wir gemeinsam ein Buch finden werden, das sie ähnlich verzaubern kann.

Viele meiner liebsten Geschichten stammen aus der Feder der Gebrüder Grimm. Als Kind waren für mich die Grenzen zwischen der Märchenwelt und der Realität immer verschwommen und ich bin sehr glücklich darüber, dass sie auch heute noch nicht ganz klar sind. Bei hohen Türmen denke ich noch immer: "Wenn da jetzt keine Tür unten ist, dann ist das der Turm von Rapunzel!" Und dass es Feen und Elfen nicht gibt, muss mir erstmal jemand beweisen.
Ja gut, ich hatte Jahre lang panische Angst vor dem bösen Wolf und ja, in einigen Märchen geht es ziemlich hart zu, aber am Ende siegt doch fast immer das Gute und so konnte ich mich zu guter letzt auch mit Isegrim anfreunden.

Mit etwa 5 Jahren konnte ich dann endlich selber lesen. Zuerst natürlich Bücher mit vielen, wunderschönen Bildern und nur ein bisschen Text. Welche Bücher genau das waren? So viele! Besonders gern mochte ich Tiergeschichten. "Wenn kleine Tiere müde sind" zum Beispiel kannte ich selber damals zwar noch nicht, habe es aber jetzt durch das allabendliche Vorlesen für Pieps lieben gelernt.

Später kam dann immer mehr Text hinzu! Meist waren meine Bücher solche, die ich von meiner Schwester geerbt hatte. Pferdegeschichten, Leselöwen, und alles, was ich sonst in die Finger bekam. Auch Astrid Lindgren und Ottfried Preußler waren selbstverständlich dabei.Für dieses Alter gibt es unheimlich viele, wahnsinnig tolle Bücher und ich werde mich, wenn Pieps soweit ist, gerne im Buchladen beraten lassen, was denn gerade so "modern" ist. Denn schließlich soll meine Kleine ja nicht nur meine liebsten Bücher lesen, sondern auch selber motiviert sein, ihre Lieblinge zu finden.

Unbedingt erwähnen muss ich aber noch Harry Potter! Und zwar nicht nur, weil ich die Geschichte liebe und sie mich immer wieder fesselt und mitreißt (und ich immernoch beleidigt bin, weil an meinem elften Geburtstag keine Eule auf mich gewartet hat), sondern weil es großartig war, zur "Generation Potter" zu gehören. Harry war etwa in meinem Alter, ich musste nach jedem Buch mindestens ein Jahr warten um zu erfahren, wie es weitergeht, ich habe gelernt englische Bücher zu lesen, nur um ein bisschen schneller den neuesten Teil lesen zu können, und und und. Ich hoffe so sehr, dass es für Pieps eine ähnliche Buchreihe geben wird, die sie eben so fest in ihr Herz schließen kann, denn mir fällt keine bessere Art ein, sich ins Lesen zu verlieben.

Für mich selber hoffe ich übrigens, dass ich durch Piepsie auch einige neue Bücher entdecken werde. Was das sein wird- keine Ahnung! Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Bücher wie "Mein kleiner Fisch" dazugehören. (Nicht nur) für Kinder finde ich es super, wenn Bilder nicht die ganze Geschichte erzählen, sondern dem Leser helfen, Anlauf zu nehmen für eine ganz eigene Phantasiereise. Ich glaube, dass dies Julia Reiter sehr gut gelungen ist, denn ihre Bilder, wie man in diesem Video toll sieht, zeigen zwar ganz eindeutige und klare Formen, aber vor allem die Farben und die Pinselführung sind so geschickt eingesetzt, dass man ewig lange den Reimen hinterherträumen kann.
Vom Inhalt ganz abgesehen, finde ich es toll, dass das Buch größtenteils in Deutschland und zum Teil sogar durch Handarbeit hergestellt wird! I
ch kenne bisher nur einen kleinen Auszug aus dem Buch, hoffe aber sehr, es bald selbst in den Händen halten zu dürfen.

Ich bin sehr gespannt auf dieses Buch, und all die anderen, die ich durch meine Kleine entdecken werde.

Und ihr? Welche Bücher wollt ihr Euren Kindern unbedingt zeigen?
F2

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